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außerdem standen viele der noch eingesetzten Vorkriegsspeisewagen zur Ausmusterung an. Daher prüfte die DR die Beschaffung neuer Speisewagen. Eine Lieferung
durch den Waggonbau der DDR kam aus Kapazitätsgründen nicht in Frage, daher blieb nur die Fertigung in DR-Raw als Alternative. Obwohl das Mitropa-Werk
Gotha bereits 1960 sechs Wagen aus älteren Fahrzeugen als „Reko-Wagenaufgebaut hatte, beschloss man eine neue Konstruktion auf Basis der in Halberstadt gefertigten
Bghw-Wagen. Diese entstanden inzwischen als völlige Neubauten und enthielten keinerlei Altteile mehr. In zwei Serien entstanden 1973 (20) und 1977 (30) insgesamt
fünfzig der als WRge bezeichneten Fahrzeuge. Sie trugen den typischen weinroten Anstrich der Mitropa mit viersprachigen Anschriften, allerdings ohne die bisher
verwendeten Zierlinien. Beide Serien unterschieden sich äußerlich nur durch zwei Fenster im Küchentrakt, die in der zweiten Serie die Lichtverhältnisse dort verbessern
sollten. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und einer Mehrspannungsheizung waren die Wagen international einsatzfähig und erreichten so auch Ziele in der BRD und
CSSR. Nach dem Umbau der meisten Wagen standen 1989 gerade noch fünf originale Speisewagen im roten Lack im Einsatz. Obwohl die Speisewagen noch die neue
Bauartnummer 541 erhalten sollten, wurden sie bis 1993 vollständig ausgemustert. Aufgrund ihrer kurzen Länge
und robusten Einrichtung fanden viele bei Museumseisenbahnen eine neue Heimat
| Epoche: | 4 |
| Bahnverwaltung: | DR |
| Maßstab: | N |
| Stromart: | Gleichstrom |